[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"catalog-thonet-news-2022":3,"$f54gFciXR1FznWJVNft3TqcXl0B8GYbPbga8lnvghe78":125},{"id":4,"title":5,"slug":6,"image":7,"source":8,"brand_name":9,"brand":10,"brand_slug":11,"file_size":12,"pages":13,"pages_count":120,"matched_pages":121,"match_count":122,"two_pages":123,"show_text":124},26469,"News 2022","thonet-news-2022","\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.1.png","http:\u002F\u002F127.0.0.1:8000\u002Fprivate\u002Ffiles\u002Ff8\u002F67f255a1a530018e16a0c3f7e90b72-291ba02913.pdf","Thonet",2500,"thonet","4.0 MB",[14,17,21,25,29,33,37,41,45,49,53,57,61,65,69,73,77,81,85,89,93,97,101,105,109,113,117],{"image":7,"text":15,"number":16},"20\n22\nTIMELESS.THONET.\n",1,{"image":18,"text":19,"number":20},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.2.png","CHAIR\n214\nEIN KLASSIKER, DER ÜBER GENERATIONEN VERERBT WIRD.\u002F\nA CLASSIC THAT IS PASSED DOWN THROUGH GENERATIONS.\nAUSGEZEICHNET MIT DEM \nDEUTSCHEN NACHHALTIGKEITSPREIS 2021.\u002F\nAWARDED THE GERMAN \nSUSTAINABILITY PRIZE 2021.\nTHONET\n20 – 22\nVALUE\nAND\nPURPOSE\nTHONET\n20 – 22\nVALUE\nAND\nPURPOSE\n",2,{"image":22,"text":23,"number":24},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.3.png","LOUNGE CHAIR\n119 F\nTHONET  20–22\nLOUNGE CHAIR\n119\nDESIGN\nSEBASTIAN HERKNER, \n2021\n5\n",3,{"image":26,"text":27,"number":28},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.4.png","LOUNGE CHAIR\n119 \n",4,{"image":30,"text":31,"number":32},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.5.png","LOUNGE CHAIR\n119 \nLOUNGE CHAIR\n119\nDE \nKlassische Materialien wie Bugholz und \nRohrgeflecht, die Form aufs Wesentliche reduziert: \nDer Sessel 119 von Sebastian Herkner ist ein typisches \nThonet-Produkt. Ob als Solitär oder paarweise im \nWohnzimmer als elegante Ergänzung zu einem komfor-\ntablen Sofa, in Hotellobbys oder Loungebereichen in \nNew-Work-Situationen: Der 119 setzt in unterschied-\nlichsten Szenarien Akzente. Der Entwurf geht organisch \naus dem erfolgreichen Stuhl-Programm 118 hervor, das \nebenfalls Sebastian Herkner im Jahr 2018 für Thonet \ngestaltet hat.\nEN \nClassic materials such as bentwood and \ncanework, reduced to the essential. The 119 chair \ndesigned by Sebastian Herkner is a quintessential \nThonet piece that’s bound to make its mark in any \nsetting. It can be positioned alone or in a pair as an \nelegant counterpoint to a comfy sofa, whether in a \nresidential living room or the lounge area of a hotel \nlobby or the reception\u002Fbreakout area of a ‘New Work’ \ntype environment. This design has emerged organically \nfrom the successful 118 chair programme, originally \ncreated for Thonet by Sebastian Herkner in 2018.\nLOUNGE CHAIR\n119 F\nTHONET  20–22\n9\n8\nTHONET  20–22\n",5,{"image":34,"text":35,"number":36},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.6.png","BARSTOOL\n118 H\nCHAIR\n118\nDE \nNoch mehr Komfort und Bequemlichkeit: Thonet \npräsentiert den Erfolgsstuhl 118 von Sebastian Herkner \nmit Armlehnen.\nDas elegante Holzstuhlprogramm 118, zu dem auch \nzwei Barstuhl-Varianten zählen, sorgt mit seinen klaren \nLinien in jedem Raum für subtile Eleganz: ob um den \nprivaten Esstisch oder im Restaurant, in Cafés oder in \nBereichen des Neuen Arbeitens wie z. B. in Coworking  \nSpaces. Die Kollektion umfasst Ausführungen in ge-\nbeizten und hochglänzenden Farben, Sitzflächen mit \nMuldensitz, Bespannung aus Rohrgeflecht oder mit \neiner Polsterung.\nEN \nEven more comfort: Thonet presents \nSebastian Herkner’s successful 118 chair in a new \nversion with armrests.\nRange 118 is a collection of elegant wooden chairs, \nincluding two barstools. Its clear lines lend a subtle \nelegance to any setting – be it a private dining room, \na restaurant, café or even in New Work environments, \nsuch as co-working spaces. The collection includes \nversions in stained or high-gloss colours and the seat \nis available in moulded plywood, cane work or with \nupholstery.\nARMCHAIR\n118 F\n11\n10\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",6,{"image":38,"text":39,"number":40},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.7.png","CHAIR\nS 661\nCHAIR\n661\nDESIGN\nGÜNTER EBERLE, \n1954\n13\nTHONET  20–22\n",7,{"image":42,"text":43,"number":44},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.8.png","CHAIR\n661\n",8,{"image":46,"text":47,"number":48},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.9.png","CHAIR\n661\nCHAIR\n661\nDE \nMit der Wiederaufnahme des S 661 legen \nwir einen preisgekrönten Entwurf von Günter Eberle \naus den frühen Fünfzigerjahren in zahlreichen Aus- \nführungen neu auf. Dank seiner Vielseitigkeit und seines \neffizienten Umgangs mit Material ist der Allrounder in \nEssbereich und Küche, Wohnzimmer oder Homeoffice \ngenauso wie in öffentlichen Räumen wie Restaurants \noder Wartebereichen einsetzbar. Seine Formholz-Sitz-\nschale lebt von der Schönheit des natürlichen Materials \nund begeistert in elegantem Nussbaum, warm anmu-\ntender Eiche, Buche natur oder gebeizt. Das Stahlrohr-\ngestell ist wahlweise verchromt oder pulverbeschichtet. \nEN \nWith the relaunch of the S 661, we are reissuing \nan award-winning design by Günter Eberle from the early \n1950s in numerous versions. Thanks to its versatility and \nefficient use of material, the all-rounder can be used in \ndining areas and kitchens, living rooms or home offices \nas well as in public spaces such as restaurants or waiting \nareas. Its shaped wooden seat shell lives from the beauty \nof the natural material and inspires in elegant walnut, \nwarm-looking oak, natural beech or stained. The tubular \nsteel frame is optionally chrome-plated or powder-coated. \nCHAIR\nS 661\nAUS DEM ARCHIV\u002F\nFROM THE ARCHIVE\n17\n17\n16\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",9,{"image":50,"text":51,"number":52},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.10.png","THONET\nBENTPLY\nDE \nFormholz ist ein ganz besonders Holz. So leicht, \nstabil und formbar, wie es ist, hat es die Gestalterinnen und \nGestalter der Moderne zu kühnen Entwürfen beflügelt. Ent-\nwürfe, die in ihrer organischen Ästhetik bis heute Gültigkeit \nhaben und mit denen wir uns gern umgeben. Zwar kommt \nFormholz genauso wie Massivholz ursprünglich aus dem Wald. \nDoch sobald der Baum gefällt und entrindet ist, trennen sich \ndie Wege. Formholz ist ein durch und durch modernes Material, \ndas Produkt eines industriellen Herstellungsprozesses, bei dem \ndie natürlichen Eigenschaften verändert, ja verbessert werden. \nDafür wird der Baumstamm zunächst zu einem Endlos-Furnier \n„abgeschält“. Dann wird das Furnier zugeschnitten und in \nmehreren Lagen kreuzweise verleimt. So sind die Zuschnitte \nin alle Richtungen belastbar. Anschließend werden sie unter \nDruck und Hitze verpresst und lassen sich dabei zu zweidimen-\nsionalen Platten oder komplexen dreidimensionalen Objekten \nformen. Elegant gekurvte Sessel, rasante Boots- und Flugzeug-\nrümpfe: Formholz verkörpert wie verchromtes Stahlrohr oder \nBeton den Enthusiasmus der Moderne, den Aufbruch in eine \nneue Zeit. Dünne Holzschichten miteinander zu verleimen ist \nallerdings beileibe keine Erfindung der Moderne. Schon die \nalten Ägypter kannten das Prinzip: Sie verwendeten Furniere \nund Schichthölzer im Möbel- und Wagenbau. Auch für das \nantike China und Rom lassen sich ähnliche Objekte nachweisen. \nDoch erst in der Zeit der industriellen Revolution schufen  \nErfindungen wie der rotierende Furnierschneider oder die \nHeißpresse die Voraussetzung, das altbekannte Material \nweiterzuentwickeln – zum modernen Formholz.\nThonet entdeckte das Formholz im Jahr 1876. Franz Thonet, \neiner der Söhne von Firmengründer Michael Thonet, reiste \ndamals zur Weltausstellung nach Philadelphia. Unter den \nAusstellern: ein amerikanisches Unternehmen, das Stühle mit \nSitzen aus Formholz präsentierte. Offensichtlich machten  \ndie Möbel Eindruck, denn ein Jahr später stellte Thonet seinen \nStuhl Nr. 18 vor, den ersten mit Sitz- und Rückenteilen aus \ndem neuen Material. Weitere Modelle in dieser innovativen \nKonstruktionsweise folgten und Formholz etablierte sich als \nAlternative zum Wiener Geflecht. 1888 tauchte in einem  \nThonet-Katalog erstmals der Begriff „thermoplastische Holz- \nsitze“ auf. Auch als Gestalterinnen und Gestalter in den \n1920er Jahren mit dem gebogenen Stahlrohr das Möbeldesign \nrevolutionierten, wurde das geschichtete und geformte Holz \nnicht obsolet: Der Stuhl S 43 von Mart Stam etwa wird von \nThonet bis heute mit Rücken- und Sitzfläche aus gebogenem \nFormholz produziert. Aber eigentlich steckt der Werkstoff noch \nDE \nMoulded plywood is a very special type of wood. \nIts lightness, stability and malleability inspired bold artistic \ndesigns in the modern era. Designs whose organic aesthetics \nstill fit in seamlessly with today’s styles; designs we have chosen \nagain and again. Just like solid wood, moulded plywood is \nalso sourced from forests. But the similarities end once the \ntree has been felled and the bark stripped. Moulded plywood \nis a modern material through and through. It’s the product  \nof an industrial manufacturing process that changes and even \nimproves the natural properties of the wood. The first step in \nthe process is to “peel” the tree trunk into an endless veneer, \nwhich is then cut and glued crosswise in multiple layers. This \nallows all of the cuts to bear weight in all directions. In the \nfinal step, the cuts are pressed using heat and pressure and \ncan be formed into two-dimensional sheets or even complex \nthree-dimensional objects. Elegantly curved chairs, sleek boat \nhulls and aircraft fuselages: moulded plywood, like chrome-\nplated tubular steel and concrete, embodies the enthusiasm \nof modernism – the beginning of a new era. Gluing thin \nlayers of wood together, though, is by no means a modern \ndiscovery. The ancient Egyptians were already familiar \nwith the principle and used veneers and plywood for their \nfurniture and wagons. There is also evidence of similarly \ncrafted objects in Ancient China and Rome. However, it was \nonly during the Industrial Revolution that inventions such as \nthe veneer rotary cutter and the hot press made it possible to \nrefine this familiar material into modern moulded plywood.\nThonet discovered moulded plywood in 1876. Franz Thonet,  \none of company founder Michael Thonet’s sons, had travelled \nto Philadelphia to attend the World Fair. One of the exhibitors \nwas an American company that was presenting chairs with \nseats made of moulded plywood. These obviously made quite \nan impression because one year later Thonet presented his \nno. 18 chair, the first with a seat and backrest made with \nthis new material. Additional models using this innovative \nconstruction method followed, and moulded plywood \nestablished itself as an alternative to Viennese canework. \nIn 1888, the term “thermoplastic wood seat” appeared \nfor the first time in a Thonet catalogue. Even as designers \nwere revolutionising furniture design with bent tubular steel \nin the 1920s, layered and moulded wood did not become \nobsolete: Mart Stam’s S 43 chair is still produced by Thonet \ntoday with a seat and backrest made of bent moulded \nplywood. But this material goes back even further in Thonet \nhistory. Before Michael Thonet perfected the process of \nA SHORT MATERIAL HISTORY \nOF THE THIRD DIMENSION:\nTHONET AND MOULDED PLYWOOD\nEINE KURZE MATERIALGESCHICHTE \nDER DRITTEN DIMENSION: \nTHONET UND DAS FORMHOLZ\n19\n18\n18\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",10,{"image":54,"text":55,"number":56},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.11.png","viel tiefer in der DNA von Thonet. Denn noch bevor Michael  \nThonet Mitte des 19. Jahrhunderts das Biegen von Massivholz \nperfektionierte, experimentierte er mit verleimtem Holz, das  \ner in Formen presste. So entwickelte er in den 1830er Jahren \nden kurvigen Bopparder Stuhl aus in Leim gekochten und  \ngebogenen Furnierbündeln. Ein erstaunlich modernes Möbel, \nbei dem sich Gestaltung, Material und Konstruktion gegenseitig \nbedingten – der Stuhl wäre in klassischer Tischlermanier aus \nMassivholz nicht zu bauen gewesen. Doch die innovative \nKonstruktion hatte auch ihre Tücken: Als Thonet eine Ladung \nBopparder Stühle nach Südamerika verschiffen ließ, hielt der \nLeim dem feucht-warmen Klima nicht stand. Gebogenes Massiv-\nholz erwies sich als widerstandsfähiger und schichtverleimte \nHolzwerkstoffe waren für ein halbes Jahrhundert passé bei \nThonet – bis dauerhaftere Leime und optimierte Fertigungsver-\nfahren entwickelt wurden. \nNach dem Zweiten Weltkrieg war Formholz das Material der \nStunde und zugleich ein Motor für Innovation. Die Freude am \norganischen Design bestimmte die Welt der Gestaltung, Möbel \nbrachten Leichtigkeit und Schwung ins Interieur. Gebogene \nSitzschalen, abgerundete Kanten – mit Formholz kamen Stühle \nund Sessel ins Schweben. Thonet legte unter dem Titel „Bent Ply“ \nsogar eine eigene Formholz-Kollektion auf. Bent Ply ist eine  \nkongeniale Synthese aus den englischen Begriffen „Bent Wood“ \nfür Bugholz und „Ply Wood“ für Schichtholz – beides genuine \nThonet-Materialien. Zum Beispiel der Stuhl 661, den Thonet \nAnfang der fünfziger Jahre vorstellte. Designer Günter Eberle \nbog ein einziges Formholz-Teil zur Schlaufe, mit einer charakte-\nristischen Öffnung zwischen Rücken und Sitzfläche. Weniger \nStuhl geht eigentlich kaum, und dennoch wirkt das „Wannen-\nstuhl“ getaufte Modell weder karg noch banal. Im Gegenteil: \nDie lebhaft gemaserte Oberfläche und die weichen Rundungen \nverleihen dem 661 eine besondere Präsenz und lassen ihn \nwarm und wohnlich wirken. Das überzeugte übrigens auch die \nFachwelt: Bei der damals bedeutendsten Designausstellung, \nder X. Triennale 1954 in Mailand, wurde der Wannenstuhl mit  \neiner Silbermedaille ausgezeichnet. Formholz ist eben ein \nganz besonderes Holz, das wie kaum ein anderer Werkstoff \ndie Vorteile der Serienfertigung mit der Schönheit eines natürli-\nchen Materials vereint. Und es ist typisch Thonet: Wie Bugholz \noder Stahlrohr lebt es von seiner Plastizität. Ein zweidimen-\nsionaler Werkstoff wird zu einem dreidimensionalen Objekt \ngeformt, aus Linie und Fläche entsteht Räumlichkeit – bis heute \nimmer wieder ein kleines Designwunder.\nbending solid wood in the middle of the 19th century, he had \nexperimented with glued wood that he pressed into moulds. \nUsing this technique, he developed the curved Boppard chair \nin the 1830s, which was made from bundles of veneer that \nwere boiled in glue and then bent. It was an exceptionally \nmodern piece of furniture, in which the design, material \nand construction were all mutually dependent; it would have \nbeen simply impossible to build such a chair using classic \ncarpentry and solid wood. But this innovative construction \nalso had its downsides: when Thonet sent a shipment of \nBoppard Chairs to South America, the glue was not able  \nto stand up to the warm, humid climate. Bent solid wood  \nproved to be more robust, and material made of glued \nlayers of wood became passé at Thonet for half a century \n– until more durable glues and optimised manufacturing \ntechniques came along. \nAfter the Second World War, moulded plywood was the \nmaterial of the day and, at the same time, a driver of \ninnovation.A love of organic design ruled the design world \n– furniture brought lightness and life into interior spaces. \nBent seat shells, rounded edges – moulded plywood created \nchairs that seemed to hover. Thonet even created its own \nmoulded-plywood collection titled “Bent Ply”. Bent Ply \nperfectly fuses the words “bentwood” and “plywood” – both \ngenuine Thonet materials. For example, the 661 chair, which \nThonet introduced at the beginning of the 1950s. Designer \nGünter Eberle bent a single piece of moulded plywood into \na seat shell with a characteristic opening between the seat \nand the back. It was almost impossible to reduce this chair \nany more, but the “shell chair”, as it was called, looked \nneither austere nor banal. If anything, the living wood grain \nvisible on the surface and the chair‘s soft curves give the  \n661 a special presence and make it appear warm and \ninviting. The design world was also impressed. At the most \nimportant design exhibition of the time – the X. Triennale \nheld in Milan in 1954 – the shell chair was awarded a silver \nmedal. Moulded plywood is particularly special wood. It \ncombines the advantages of mass production with the beauty \nof a natural product like practically no other material. And \nthat is typical of Thonet: like bentwood and tubular steel,  \nit lives from its plasticity. A two-dimensional material is shaped  \ninto a three-dimensional object; lines and planes form spatiality, \nwhich, even today, still feels like a small miracle of design.\n21\n20\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",11,{"image":58,"text":59,"number":60},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.12.png","DESIGN FÜR DIE KLEINSTEN\u002F\nDESIGN FOR THE LITTLE ONES\nDE \nDer ikonische Thonet-Stahlrohrstuhl S 43, der \nseit jeher mit Understatement und zeitloser Formen- \nsprache überzeugt, feiert 2021 sein 90-jähriges Jubilä-\num. Als Design-Klassiker vermittelt der Freischwinger  \nin ganz unterschiedlichen Bereichen Beständigkeit,  \nnicht zuletzt in einer kleinen Version im Kinderzimmer.  \nThonet präsentiert den Kinderstuhl S 43 K in einer \nneuen Farbkollektion, die das Hamburger Designstudio \nBesau Marguerre kuratiert hat. Die fünf neuen, von  \nMineralien und Edelsteinen inspirierten Nuancen setzen \nfarbige Akzente, ohne dabei zu kindlich oder knallig \nzu wirken. Die eingesetzten Beizfarben sind besonders \nnachhaltig und sicher für Kinder.\nEN \n2021 was the 90th anniversary of the iconic \nThonet S 43 tubular steel chair, known for its under-\nstated, minimalist shape and timeless design language. \nA furniture classic, this cantilever chair brings a sense \nof authenticity and dependability to any room, and in \nits charming child-size version is the ideal solution in \nspaces designed for little ones… Thonet now introduces \nthe S 43 K children’s chair in a new colour collection, \ncreated by the Hamburg-based design studio Besau \nMarguerre. The five new shades, inspired by minerals \nand gemstones, provide beautiful colour accents without \nbeing garish or obviously ‘childish’. The stains used are \nboth highly sustainable and safe for children.\nCHILDREN‘S CHAIR\nS 43 K\nDESIGN MART STAM \n(KÜNSTLERISCHES URHEBERRECHT), 1931\nFARBKONZEPT\u002FCOLOUR SCHEME: \nSTUDIO BESAU MARGUERRE, 2021\nDAS INTERVIEW\u002F\nTHE INTERVIEW\nCHILDREN’S CHAIR\nS 43\n23\n23\n22\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",12,{"image":62,"text":63,"number":64},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.13.png","DE \nAls der englische Designer James Irvine  \nvor knapp 15 Jahren mit dem S 5000 den Sofatyp  \ndes Daybeds neu interpretiert hat, tat er dies für  \ndie Gegenwart – und hatte dabei die Zukunft bereits  \nim Kopf. Daybeds mit Stahlrohrgestell waren schon  \nin den 1930er-Jahren fester Bestandteil des Thonet- \nProgramms, Irvine entwickelte daraus ein flexibles \nSofasystem. Nun hat Studio Irvine unter der Leitung  \nder Architektin und Frau des verstorbenen Gestalters,  \nMarialaura Rossiello-Irvine, die Idee des wandelbaren \nminimalistischen Programms S 5000 mit seiner Basis  \naus gebogenem Stahlrohr erneut weitergedacht.  \nEntstanden ist ein Baukastensystem aus Sofas und \nSitzelementen mit Trennwänden. Variabel ergänzbare \nElemente wie Tische, Kissen oder Steckdosen ermögli-\nchen einen besonders vielseitigen Einsatz sowohl  \nim New-Work-Kontext als auch im privaten Bereich.  \nSo bietet die neue Variante S 5000 Retreat Lärm- und \nSichtschutz und ermöglicht dabei – auf ästhetisch  \nüberzeugende Art – auch ein Arbeiten mit Abstand.\nEN \nWhen English designer James Irvine began \nwork on the S 5000, a new interpretation of the \ndaybed-style sofa, 15 years ago, he was designing  \nfor the present – with the future already in mind. \nDaybeds with tubular steel frames were already an \nintegral part of the Thonet range in the 1930s;  \nfrom this classic design, Irvine created a versatile sofa \nsystem. Now Studio Irvine, directed by Marialaura \nRossiello-Irvine – architect and wife of the late designer \n– has carried on with the idea of the versatile, \nminimalist S 5000 range, with its foundation of bent \ntubular steel, and has re-imagined it. The result is\na modular system of sofas and seating elements with \ndividing panels. Numerous accessories such as tables, \ncushions and power sockets allow for a wide variety \nof applications in the context of New Work as well \nas in private spaces. The new S 5000 Retreat option \ncan be used to block out noise or as a privacy screen, \ncreating a private yet aesthetically pleasing working \nenvironment.\nSOFA 5000 RETREAT\nDESIGN STUDIO IRVINE\nSOFA 5000\nRETREAT\nAUS DEN 1930ERN ZU NEW WORK\u002F\nSTRAIGHT FROM THE 1930S TO NEW WORK\n25\n24\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",13,{"image":66,"text":67,"number":68},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.14.png","SOFA 5000\nRETREAT\n",14,{"image":70,"text":71,"number":72},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.15.png","LOUNGE CHAIR\n809\nLOUNGE CHAIR\n809\nDE \nDer kompakte Lounge-Sessel 809 ist der  \n„kleine Bruder“ des erfolgreichen Lounge-Sessels 808 \nund fungiert als Rückzugsort in kleineren Räumen  \nsowie in der Gruppe, in Kombination mit dem \ngrößeren Sessel oder den niedrigen Beistelltischen \n1808 und 1809. Das Programm wird durch einen \nFußhocker abgerundet.\nEN \nThe compact lounge chair 809 functions as \na little brother to the successful lounge chair 808, \nand as a place of retreat in smaller rooms or in groups,\nand in combination with the larger chair or the low\nside tables 1808 and 1809. A footstool rounds off\nthe range\nLOUNGE CHAIR\n809\nDESIGN \nFORMSTELLE, 2018\n29\n28\n28\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",15,{"image":74,"text":75,"number":76},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.16.png","SIDE TABLE\nMR 515\nSIDE TABLE\nMR 515\nDE \nZur imm cologne 2020 wurde die Wiederauf-\nlage des Beistelltischprogramms MR 515 um Ausfüh-\nrungen in Eiche, Esche und Nussbaum ergänzt. Der \nvielseitige Klassiker wurde anlässlich des 100-jährigen \nBauhaus-Jubiläums als Re-Edition einer Originalversion \naus dem Thonet-Stahlrohrmöbel-Katalog von 1935 in \nZusammenarbeit mit dem Studio Besau Marguerre neu \naufgelegt. Die Serie, die zunächst mit Stahlrohrgestell \nund transparenter Glasplatte erhältlich war, bringt durch \ndie Version mit Tischplatten aus Holz noch Wärme und \nNatürlichkeit mit.\nEN \nFor imm cologne 2020, the re-edition of the \nMR 515 side table range was extended with versions \nin oak, ash and walnut. In honour of the Bauhaus cen-\ntenary, the versatile classic was reissued in collaboration \nwith Studio Besau Marguerre – as a re-edition of an \noriginal version that featured in Thonet’s tubular steel \nfurniture catalogue of 1935. Originally available with \na tubular steel frame and transparent glass top, the \nseries now includes a version with wooden tabletops \nthat brings warmth and naturalness to the range.\nSIDE TABLE\nMR 516 & MR 517\u002F1\nDESIGN MIES VAN DER ROHE, 1931\u002F\nSTUDIO BESAU MARGUERRE, 2020\n31\n30\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",16,{"image":78,"text":79,"number":80},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.17.png","TABLE\n1140\nDESIGN\nWERNER AISSLINGER \n„MAN KANN DRAUF TANZEN“\u002F\n“YOU CAN DANCE ON IT”\nDE \nMassiv und leicht zugleich, zurückhaltend,  \naber präsent: Der von Werner Aisslinger als  \n„Community-Hub“ entworfene Thonet-Tisch 1140 punk-\ntet durch Funktionalität, Vielseitigkeit und elegante \nSimplizität. Kennzeichnende Elemente sind die außen \nin einem Viertelkreis abgerundeten Tischbeine aus \nmassivem Eichenholz sowie die intelligenten, dezent \nsichtbaren Verbindungselemente an den Ecken der \nTischplatte. So scheint die Platte beinahe zu schweben. \nDank dieser cleveren Konstruktion können auch Stühle \nmit Armlehnen unter den äußerst belastbaren und \nstabilen Tisch geschoben werden. Diese Eigenschaften \nin Kombination mit der attraktiven Preispositionierung \nmachen den 1140 zum absoluten Allrounder, der sowohl \nals Ess- oder Arbeitstisch im Privaten, als auch im Ob-\njektbereich einsetzbar ist – vom New-Work-Kontext und \nCoworking-Space über Gastronomie und Hospitality \nbis zu Bibliothek und Seminarraum.\nEN \nSolid, yet light; understated, yet impressive: \ndesigned by Werner Aisslinger as a “community hub”, \nthe Thonet table 1140 brings together functionality, \nversatility and elegant simplicity. This new design \nfeatures solid oak legs, rounded on the outer edge  \nin a quarter circle, as well as smart, unobtrusive \nconnecting elements on the corners of the tabletop. \nThe tabletop appears almost as if it were floating. \nThanks to the smart design, even chairs with armrests \nfit nicely under this extremely sturdy, stable piece of \nfurniture. These features, together with its attractive \nprice point, mean that the 1140 can be used almost \nanywhere: in the home as a dining table or desk  \nas well as in the contract sector – from New Work \ncontexts to co-working spaces, from restaurants  \nto hotels, from libraries to seminar rooms.\nWERNER AISSLINGER\n33\nTHONET  20–22\n",17,{"image":82,"text":83,"number":84},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.18.png","TABLE\n1140\n",18,{"image":86,"text":87,"number":88},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.19.png","S 43 & S 64\nATELIER\nDESIGN MART STAM\nDESIGN MARCEL BREUER\nS 43 DR\nATELIER\nS 43 FDR\nATELIER\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n37\n37\n36\n",19,{"image":90,"text":91,"number":92},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.20.png","DIE ARBEITSWELT VERÄNDERT SICH\u002F\nTHE WORKING WORLD IS CHANGING\nDE \nDie Arbeitswelt verändert sich – Home-Offices,  \nStudio Offices, das sind Orte, an denen Mobilität,  \nFlexibilität und Kommunikation eine entscheidende \nRolle spielen. Orte auch, an denen Möbelklassiker,  \ndie modernen Lebensentwürfen gerecht werden, ihren \nPlatz haben.\nHierfür macht Thonet eine bereits um 1928 entstandene \nund in seiner Formensprache bis heute gültige Ikone \nklassischer Möbelgestaltung mobil – seinen Stuhl S 64 \nvon Marcel Breuer.\nEN \nThe working world is changing – home offices \nand studio offices are places where mobility, flexibility, \nand communication play a decisive role, places where \nfurniture classics that comply with modern lifestyles also \nhave a place.\nFor this purpose, Thonet makes an icon of classic \nfurniture design mobile – designed around 1928 and \nvalid to this day in its formal language: the chair S 64 \nby Marcel Breuer.\nS 64 VDR\nATELIER\nS 64 VDR\nATELIER\n39\n38\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",20,{"image":94,"text":95,"number":96},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.21.png","DE \nMit Tischlösungen für Konferenzen aller Größenordnungen \nlässt sich das System 1500 nach einem Entwurf von Designer \nWolfgang C.R. Mezger mit flexiblen Maßen und in zahlreichen \nAusführungen ideal an unterschiedliche Raumsituationen und \nGruppenstärken anpassen. Durch eine große Auswahl miteinander \nkombinierbarer Einzelmodule lassen sich sowohl lineare Tisch-\nformationen wie auch U- und V-förmige Anlagen in verschiedenen \nRadien realisieren. Individuelle Sonderanfertigungen von Konfe-\nrenztischen sind ebenfalls möglich.\nDie Tischanlagen fügen sich mit nur wenigen Beinpaaren elegant \nund zurückhaltend in den Raum ein. Dank des Aufbaus der Tische \nals Traversenkonstruktion besticht das System 1500 nicht nur \nformal sondern überzeugt durch seine ausgesprochene Stabilität  \nund eine ausgeklügelte Kabelführung. Die für den Entwurf \ncharakteristische Systemintelligenz einer modularen Traverse lässt \ndie Tischplatten scheinbar über den leicht zulaufenden Beinen \nschweben. Auch lange Tische kommen aufgrund dieser stabilen \nTraversenkonstruktion mit nur wenigen Beinpaaren aus. Ein \nintelligentes Kabelmanagement unterhalb der Platte leitet Medien-\ntechnik und Kabelanschlüsse vom Boden durch die Tischbeine  \nin individuell konfigurierbare Medienboxen, die dezent in den \nTisch eingelassen sind. \nDas System 1500 geht aus dem erfolgreichen Thonet Tisch-\nprogramm 1500 hervor, welches formal überzeugt und mit zwei \nunterschiedlichen Höhen auf den im heutigen Arbeitsalltag oft \ngewünschten Wechsel zwischen Stehen und Sitzen antwortet. \nEN \nCreated by designer Wolfgang C.R. Mezger, the  \n1500 table system can be used for meetings of any size and, \nthanks to its flexible dimensions and numerous variations,  \ncan be adapted to different room layouts and group sizes.  \nThe system’s large selection of individual modules can be \ncombined to create linear as well as U and V-shaped table \nsystems in various radii. Custom-designed conference tables  \nare also available.\nThe table systems require only a few pairs of legs and thus fit subtly \nand elegantly into any room. Modular traverses characterise the \ntable system and give the impression that the tabletop is floating \nover its legs, which taper slightly towards each other. Thanks to \nthese stable traverses that run underneath the tabletop, even long \ntables only require a few pairs of legs. A smart cable management \nsystem runs wires from the ground up through the table legs into \ncustomisable media boxes, which are discreetly integrated into the \ntable. \nThe 1500 system is based on Thonet’s successful and aesthetically \npleasing 1500 table range, which is available in two different \nheights. This makes it the perfect solution when office workers want \nto be able to switch between sitting and standing, a frequent \nrequirement in today’s workplaces.   \nTABLE &\nSYSTEM\n1500 \nDESIGN WOLFGANG C.R. MEZGER\nSYSTEM\n1500\nFÜR JEDEN RAUM DAS RICHTIGE FORMAT\u002F\nTHE RIGHT CONFIGURATION FOR EVERY ROOM\nPRODUKTFILM\u002F\nPRODUCT-FILM\n41\n40\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",21,{"image":98,"text":99,"number":100},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.22.png","SYSTEM\n1500\n",22,{"image":102,"text":103,"number":104},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.23.png","GESCHICHTE & MARKE\nHISTORY & BRAND\nWANN WIRD EIN \nENTWURF ZUR IKONE?\nHOW DOES A DESIGN \nBECOME AN ICON?\nCHAIR\nS 64\nCHAIR\n209\n",23,{"image":106,"text":107,"number":108},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.24.png","In einem Satz: Was ist für Sie eine Ikone?\nRuf: Eine Ikone steht für etwas, sie ist eine Verkörperung bestimm-\nter Werte, Vorstellungen, eines bestimmten Lebensgefühls – ein \nMöbel also, das eine Epoche, Entwicklung oder die Haltung einer \nbestimmten Zeit einfängt und repräsentiert, mit dieser Zeit identi-\nfiziert wird, für diese Zeit steht. Gleichzeitig sind diese Entwürfe \naber durch eine besondere Zeitlosigkeit geprägt, die sie auch \nJahre nach ihrer Markteinführung aktuell und zeitgemäß wirken \nlassen. Beispiele sind unter anderem unsere Möbelklassiker aus \nder Bauhaus Zeit, S 32, S 43 oder aber auch Bugholz Stühle 214 \noder 209.\nThonet gilt als ältester Möbelhersteller der Welt. Die Bugholz- \nEntwürfe sind zum großen Teil seit über 150 Jahren Teil des  \nPortfolios. Und auch die Stahlrohmodelle aus der Bauhaus-Ära  \nsind seit knapp 100 Jahren absolute Lieblinge vieler Menschen. \nSo revolutionär sie zur Zeit ihrer Entstehung waren, so beliebt \nsind sie bis heute bei einem breiten Publikum. Wie kam es dazu?\nRuf: Die Entwürfe haben es geschafft, mehr zu werden als \nMöbel, inzwischen sind sie ein Bestandteil unserer Kultur. \nImmer wieder hören wir „Auf Thonet bin ich aufgewachsen“ \noder „Bei meinen Eltern standen Stahlrohr-Freischwinger um \nden Esstisch“. So werden die Möbel fast zu Familienmitgliedern, \ndie über Generationen weitergegeben und vererbt werden. \nMöbel von Thonet gehören heute wie gestern zum alltäglichen \nLeben vieler Menschen in der ganzen Welt. Rechnung trägt \ndem unsere grundsätzliche Qualität, aber auch, dass sie eine \nkonstruktive Intelligenz aufweisen und somit problemlos repariert \nwerden können. Wir betreiben in unserer Produktion sogar \neinen eigenen Reparaturservice, in welchem Kunden ihre Möbel \nnach teilweise 10 oder auch 20 Jahren Gebrauch grundsätzlich \naufarbeiten oder z. B. auch nur mit neuem Geflecht ausstatten \nlassen. So erhalten Möbel aus vergangenen Generationen ein \nzweites oder auch drittes Leben und Menschen kommen für  \nviele weitere Jahre auf ihnen zusammen und erfreuen sich an  \nder perfekten Verarbeitung.\nWas ist entscheidender, damit ein Entwurf eine Ikone wird:  \ndie Form oder die Funktionalität?\nRuf: Rückblickend waren es oft neue Technologien, die zu einem \nbestimmten Zeitpunkt erfunden wurden und neue Formen und\u002Foder  \nFunktionen ermöglichten. So auch die Erfindung des Dampfbiegens  \ndurch Michael Thonet oder die Verwendung von Stahlrohr im \nMöbelkontext durch Mart Stam und Marcel Breuer. In beiden \nSituationen führte der Einsatz zu einer so bisher nicht bekannten \nund aus der Technologie geborenen selbstverständlichen Form und \ndamit verbundenen neuen Fertigungsprozessen wie der Serien- \nfertigung. Im Falle des „hinterbeinlosen Stuhls“, dem Freischwinger \nvon Mart Stam und Marcel Breuer, entstand aus diesen Entwick-\nlungen sogar eine gänzlich neue Stuhl-Typologie mit besonderem \nKomfort, also einer Funktion und einer neuen Ästhetik, wie sie \nvorher nicht existierten.\nBei Thonet werden die Klassiker „lebendig gehalten“, sagen Sie. \nWas heißt das genau und wie schaffen Sie dies?\nRuf: Eine großartige Eigenschaft unserer Klassiker ist ihre struk-\nturelle Signifikanz. In ihrer Substanz sind sie zeitlos und können \nüber optische Aktualisierungen, wie etwa die Auswahl an neuen \nFarben oder Oberflächen, der jeweiligen Zeit angepasst werden, \nohne an Authentizität, Ästhetik und Funktionalität zu verlieren. \nParallel sehen wir, dass sich auch die Bedürfnisse hinsichtlich der \nIn one sentence: how would you define an icon?\nRuf: An icon stands for something, it’s an embodiment of certain \nvalues, ideas, a specific outlook on life – a piece of furniture \nthat captures and represents an epoch, a movement or the \nattitude of a specific time period, a piece that identifies with its \ntime and represents it. There is also an element of timelessness \nthat runs through these designs, which means that they still look \ncontemporary even after being on the market for years. Some \nexamples include our furniture classics from the Bauhaus period: \nS 32, S 43 and also the bentwood chairs 214 and 209.\nThonet is regarded as the oldest furniture manufacturer in the world. \nMost of its bentwood designs have been a part of the portfolio  \nfor over 150 years. And the tubular steel models from the Bauhaus \nera have also been many people’s absolute favourite pieces for \nclose to 100 years. These pieces were revolutionary when they were \ndeveloped and are still extremely popular to this day. Why is that?\nRuf: These designs have managed to become something more \nthan just furniture: they have become a part of our culture. \nYou often hear people say things like: “I grew up with Thonet \nfurniture” or “My parents had tubular steel cantilever chairs at \nthe dining table”. This continuity makes these furniture pieces \nfeel almost like members of the family that are passed down \nthrough generations. Thonet furniture was and remains a part  \nof the daily lives of people all across the globe. This is due  \nto our high quality standards, but also because our pieces are \nintelligently constructed and can therefore be easily repaired.  \nWe even have our own repair service centre in our manufactu- \nring facility where customers can have their 10 or 20-year-old \nfurniture completely restored or, for example, simply have the \ncanework replaced. This gives furniture from previous generations a \nsecond or even a third life and people can gather around them for \nmany years to come, which is why they are so enthusiastic about \nthe quality of craftsmanship.\nWhen it comes to a design becoming an icon, what is more \nimportant: form or function?\nRuf: In the past, it was often new technologies that were discovered \nat a certain time that made new forms and functions possible.  \nFor example, Michael Thonet’s discovery of how to use steam to \nbend wood or how Mart Stam and Marcel Breuer began using \ntubular steel in their furniture designs. In both cases, this new \ntechnique or new use of material led to a previously unknown \nform created directly from this new technology, and with it new \nmanufacturing processes, such as serial production. In the case of \nthe “chair without back legs”, the cantilever chair by Mart Stam \nand Marcel Breuer, an entirely new type of chair with a new level  \nof comfort was created, with a completely new function and \naesthetic.\nAt Thonet, the classics are “kept alive”, as you say. What exactly \ndoes that mean and what does it entail?\nRuf: One of the great things about our classics is their structural \nsignificance. Their very substance is timeless but they can \nbe brought up to date with a new look, for example through \nthe use of new colours or finishes, without losing any of their \nauthenticity, aesthetics or functionality. We also recognise that \nwhat people need from our products is always changing. So, \nwe are constantly asking ourselves the question: do these new \nrequirements justify manufacturing an entirely new product or \ncould we expand the potential applications of one of our existing \nCREATIVE DIRECTOR NORBERT RUF \nÜBER ZEITLOSE KLASSIKER\nCREATIVE DIRECTOR NORBERT RUF \nON TIMELESS CLASSICS\nNORBERT RUF\n47\n46\nTHONET  20–22\nTHONET  20–22\n",24,{"image":110,"text":111,"number":112},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.25.png","Nutzung unserer Produkte immer wieder verändern. Hier stellen \nwir uns immer wieder die Frage: Rechtfertigen neue Bedürfnisse \ndie Herstellung eines neuen Produkts oder können wir die Nutzung \neines existierenden Produkts erweitern? In diesem Zusammenhang \nverwenden wir gern den Begriff „ethisches Design“. Ein gutes  \nBeispiel hierfür ist das Sofaprogramm S 5000 aus dem Jahr 2006:  \nMit Blick auf das Bedürfnis nach Rückzugsbereichen in offenen \nRaumstrukturen wie Großraumbüros oder Hotellobbys, aber auch \nin Wohnbereichen mit weitläufigen Loft-Strukturen haben wir \nPaneel-Elemente entwickelt, die selbst an vorhandene S 5000-Sofas \nangebracht werden können und so das Produkt für diese neue \nNutzung qualifizieren und optimieren. So wurde das S 5000 \nevolutionär erweitert zum Programm S 5000 Retreat.\nThonet-Entwürfe werden zahlreich kopiert. Verärgert Sie das oder \nmacht es Sie auch ein bisschen stolz?\nRuf: Es ist natürlich ärgerlich. Und wir gehen auch juristisch immer \nwieder erfolgreich gegen Kopierer vor. Gleichzeitig ist eine Kopie \nnatürlich der beste Beweis, dass im Original etwas Besonderes \ngeschaffen wurde.\nWelche Designikone ist Ihr liebstes Alltagsobjekt?\nRuf: Das ist bei Thonet keine einfache Frage. Ich schwanke \nzwischen dem Bugholzstuhl 209, dem Le Corbusier schon etwas \n„Vornehmes“ zusprach, und dem Freischwinger S 32, in welchem \nMarcel Breuer die Geschichte von Thonet elegant mit der Bauhaus- \nModerne verwoben hat. Darüber hinaus begeistert mich natürlich \nimmer der Entwurf, an dem wir aktuell arbeiten, besonders.\nWenn Sie mit Designer:innen heute ein neues Produkt entwickeln, \nhaben Sie dann immer den Anspruch, dass es irgendwann  \nebenfalls als Ikone gilt? Was ist Ihnen sonst wichtig, wenn es \num die Neuentwicklung von Produkten geht?\nRuf: Ich würde unterstellen, dass keines der Produkte, die wir \nheute als Ikonen oder Klassiker kennen, mit einer solchen Intention \nentworfen wurde. Auch ist bekannt, dass einige in ihrer Zeit \nnicht erfolgreich waren und erst später entdeckt wurden – ähnlich \nkennt man es auch aus der Kunst. Man darf aber durchaus die \nIntention haben, etwas Gutes zu machen. In allen Produkten sehen \nwir immer die DNA des Unternehmens, sei es durch gestalterische \nFeinheiten, die Materialauswahl oder die perfekte Verarbeitung. \nUmso erfreulicher ist es, wenn die Zeit dann zeigt, dass es gelungen \nist, eine Haltung einzufangen, und dass das Produkt zu einer Ikone \ngeworden ist. Das scheint zuletzt beim Holzstuhl 118 von Sebastian \nHerkner gelungen zu sein: ein Entwurf mit direkten Bezügen zu \nbestehenden Entwürfen aus dem Thonet-Portfolio, der sich heute \nals junger Klassiker im Markt etabliert hat und über die Zeit um \nweitere Ausführungen ergänzt wurde. Eine frische Produktfamilie \nalso, die heute schon das Potenzial hat, sich als eine junge  \nThonet-Ikone zu etablieren.\nproducts? We call this “ethical design”. A good example of this is \nthe S 5000 sofa range from 2006: in order to adapt to the new \nneed for privacy and retreat in open spaces, such as open-plan \noffices, hotel lobbies or also in open living spaces such as lofts, \nwe developed panel elements that customers themselves can \nattach to the existing S 5000 sofas. This development allowed \nthe product to optimally meet this new need. And so the S 5000 \nevolved into the S 5000 Retreat range.\nThonet designs are frequently copied. Does that annoy you or \nmake you a little bit proud?\nRuf: It is, of course, annoying. And we have always been successful \nin taking legal action against companies that just copy our \nproducts. At the same time, of course, imitation is the sincerest \nform of flattery.\nWhich design icon is your favourite everyday object?\nRuf: With Thonet, that is not an easy question. I’m torn between \nthe bentwood chair 209, which Le Corbusier remarked “possesses \nnobility”, and the S 32 cantilever chair, in which Marcel Breuer \nelegantly wove Thonet’s history together with Bauhaus modernism. \nBeyond those, I’m also always particularly excited about the \ndesign we are currently working on. \nToday, when you work with designers to develop a new product, \nare you always thinking about creating another iconic piece? \nWhat else is important to you when it comes to the development \nof new products? \nRuf: I would assume that none of the products we know today \nas icons or classics were actually created with that intention. \nMany of them were not even successful in their time and were \nonly appreciated much later – as is often the case with art. But \nof course you can work with the intention of creating something \ngood. We see the DNA of our company in all of our products, \nwhether it’s in the fine detail of the design, the materials we use, \nor the perfect craftsmanship. It is all the more gratifying then  \nwhen time shows that a design successfully captured a mood and \nthat the product has become iconic. This seems to be the case \nwith the 118 wooden chair by Sebastian Herkner: a design with \ndirect ties to the existing designs in the Thonet portfolio that  \nhas established itself on the market as a young classic and that \nhas been expanded over time with the launch of new versions.  \nIn other words, a fresh product family that already has the potential \nto establish itself as a new Thonet icon.\nLOUNGE CHAIR\nS 35\n49\nTHONET  20–22\n",25,{"image":114,"text":115,"number":116},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.26.png","SIDE TABLES\nSET B 9\nTHONET\n20 – 22\nIMPRESSUM\u002F\nIMPRINT\nBILDNACHWEIS\u002FCREDITS: \nHARTMUT NÄGELE, CONSTANTIN MEYER, HARTIG & THIEL, \nBLOOMREALITIES, GIACOMO GIANNINI, \nFREUNDE VON FREUNDEN\u002FDAN ZOUBEK\nKONZEPT UND LAYOUT\u002FCONCEPT AND LAYOUT: \nFLORIAN LAMBL STRATEGIC DESIGN\nPRODUKTION\u002FPRODUCTION: \nSUSANNE KORN\nTEXTE\u002FTEXTS: \nNEUMANN COMMUNICATION, JASMIN JOUHAR, \nTHONET\nÜBERSETZUNG\u002FTRANSLATION: \nPRO IDIOMA SPRACHDIENSTLEISTUNGEN\n",26,{"image":118,"text":119,"number":120},"\u002Fmedia\u002Fimages\u002F27\u002F8eaba458369acb24db81911d7e0de5-291ba188a1.27.png","THONET GMBH\nMICHAEL-THONET-STRASSE 1\n35066 FRANKENBERG\u002FEDER \nDEUTSCHLAND\u002FGERMANY\nT: +49 6451 508- 0\nF: +49 6451 508-108\nE: INFO@THONET.DE\nWWW.THONET.DE\nB TH  20–22 V1 DE\u002FEN\n",27,[],0,false,true,{"success":124,"data":126,"meta":346,"count":347,"next":348,"previous":349,"results":387,"brand_chips":448},[127,140,150,160,170,180,190,200,210,222,235,248,258,271,284,294,304,314,324,336],{"id":128,"title":129,"slug":130,"image":131,"source":132,"brand_name":133,"brand":134,"brand_slug":135,"file_size":136,"pages":137,"pages_count":138,"matched_pages":139,"match_count":122,"two_pages":123,"show_text":124},26607,"Working 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